Kleines Lexikon der E-Mobilität – Teil 2

Typ-2-Stecker, Wechselstrom und Wallbox sind für Sie Fachbegriff e aus einer anderen Welt? Dann führen wir Sie sicher durch den Wörter- Dschungel der E-Mobilität. Hier kommt der zweite Teil unseres Lexikons der E-Mobilität.

STROMART

DC | Gleichstrom

Gleichstrom ist das „Futter“ für die Batterie. Tatsächlich kann sie nur Gleichstrom speichern und abgeben. Wird am Haushaltsnetz oder an Normalladesäulen getankt, handelt es sich aber immer um Wechselstrom, der in Gleichstrom für die Batterie umgewandelt wird. Das läuft über einen Spannungswandler. Der E-Motor hingegen läuft nur mit Wechselstrom. Für ihn muss also alles wieder zurückgewandelt werden.

AC | Wechselstrom

„Dreiphasenwechselstrom“, umgangssprachlich ausgedrückt „Drehstrom“ ist das, womit Ihr Herd in der Küche angeschlossen ist. Aus Ihrer Steckdose hingegen fl ießt der einphasige Wechselstrom. Mit beiden können Sie Ihr Elektroauto tanken, nur wird der Strom dann im Auto in Gleichstrom umgewandelt, damit er gespeichert werden kann.

STECKERTYPEN

Haushaltsstecker (Schuko-Stecker)

Kurzfristig kann hierüber fast jedes E-Fahrzeug geladen werden. Langfristig ist das aber keine gute Idee: die häusliche Elektroanlage ist für eine mehrstündige Dauerlast nicht ausgelegt. Typ-2-Stecker Die Typ-2-Stecker sind in der EU Standard an öffentlichen Ladesäulen. Der Stecker ist bei den meisten Fahrzeugen im Lieferumfang enthalten.

Combined Charging System (CCS)

CCS ist die europäische Version des Schnellladesteckers. Sie basiert auf dem gängigen Typ-2-Stecker und ist um zwei weitere Pole ergänzt. CCS entspricht der europäischen Norm.

Charge de Move (Chademo)

Chademo kommt aus Japan und wird vor allem von japanischen und französischen Autotypen unterstützt. In Europa verliert es derzeit an Bedeutung. CCS und Chademo wurden für Schnellladen mit Gleichstrom entwickelt.

WEGWEISER DURCHS LADELABYRINTH

Ladesäulen

Dabei unterscheidet man grob zwischen normalen und schnellen. Die Normalladestationen arbeiten mit Wechselstrom und haben eine Ladeleistung von bis zu 22 kW. Bei höherer Ladeleistung handelt es sich um eine Schnellladestation. Umgangssprachlich werden Schnellladestationen mit hoher Leistung über 50 kW als „Ultraschnellladesäulen“ oder „Hypercharger“ bezeichnet.

Ladepunkte

Eine Ladesäule kann mehrere Ladepunkte haben – es können also mehrere Fahrzeuge gleichzeitig Strom tanken. In diesem Fall sinkt die Ladeleistung und die Wartezeit steigt. In Statistiken werden oft Ladepunkte gezählt – die Anzahl der Säulen ist niedriger.

Ladeinfrastrukturbetreiber

Damit sind zum Beispiel wir gemeint, die Stadtwerke Peine, aber natürlich auch Kommunen und alle Unternehmen, die Ladesäulen betreiben.

E-Mobility Provider (EMP)

Sie bieten Dienstleistungen zu Ladeservices an, zum Beispiel über Ladekarten oder Apps, mit denen der Nutzer Zugang zu den Ladestationen erhält.

Roaming

Damit wird der Datenaustausch zwischen den Mobilitätsanbietern (Ladekarte oder App) und den Betreibern der Ladesäule bezeichnet. Darüber wird die Abrechnung zwischen dem Endkunden und dem EMP an Ladesäulen europaweit möglich.

Wallbox

Die kompakte Ladestation für Zuhause: Wallbox heißt sie, weil sie in der Regel in der Wand installiert wird. Mit 11 kW oder 22 kW ist das Laden vor der eigenen Haustür sicher, schnell und bequem. Die Wallbox kann intelligent gesteuert sein und kommuniziert mit dem Elektroauto.