Vorbildlich und nachhaltig unterwegs: E-Mobilität als Chance für Unternehmen

Unternehmen haben in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz oft eine wichtige Vorreiterrolle, gerade im regionalen Bereich. Firmen, die diese Vorbildfunktion stärken wollen, sind gut beraten, in Elektromobilität zu investieren und ihre Fahrzeugflotte zumindest teilweise umzurüsten. Die Vorteile der E-Autos liegen auf der Hand. Denn sie sind nicht nur aus Klimaschutzgründen sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv. Unternehmen, die ihre Fahrzeugflotte ganz oder in Teilen auf E-Fahrzeuge umstellen, profitieren von staatlichen Förderungen. Auch die Mitarbeitenden sparen, wenn der Dienstwagen mit E-Antrieb fährt, z. B. bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils.

Vorteile der E-Autos überzeugen

Gerade auf kurzen Strecken überzeugen auch die technischen Vorteile von E-Autos. So gibt es kein typisches Start/Stopp-Verhalten, stattdessen sind die Elektroflitzer verschleißarm, wartungsarm und emissionsfrei unterwegs. Die Kostenstruktur für die nächsten Jahre bleibt also überschaubar. Nicht zu vergessen sind der Nutzen für das Image des Unternehmens und die Möglichkeit, die Fahrzeuge als Werbeträger einzusetzen. Mit eigenen Lademöglichkeiten auf dem Betriebsgelände lässt sich zusätzlich bei Kunden und Mitarbeitern punkten. Der Weg zur Tankstelle und der aufwändige Vergleich von Benzinpreisen gehören der Vergangenheit an. Intelligente Systeme an den Ladesäulen sorgen dafür, dass unterschiedliche Nutzergruppen wie Kunden oder Mitarbeiter zu individuellen Konditionen laden können. Nach der aktuellen Rechtslage gilt es nicht als geldwerter Vorteil, wenn Mitarbeiter kostenlos beim Arbeitgeber Strom tanken – ein steuerfreier Bonus: gut fürs Team und fürs Klima.

Auch mit Blick aufs Budget lohnt es sich, e-mobil zu werden: In einem Kostenvergleich aus dem Sommer 2020 hat der ADAC einen e-Golf VII (100 kW Leistung) mit einem Golf VIII 2.0 TDI mit 110 kW Leistung und Dieselmotor verglichen. Das Ergebnis: Der e-Golf kommt auf 40,8 Cent pro Kilometer, beim Dieselmotor sind es 49,2 Cent. Bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr und einer Haltedauer von fünf Jahren ergibt sich ein Unterschied von 1.260 Euro.

Fördergelder sichern

Und schlussendlich greift der Staat den Firmen bei der Mobilitätswende mit zahlreichen Förderprogrammen unter die Arme – zum Beispiel mit dem „Förderprogramm Gewerbliche Ladeinfrastruktur“. Laut Ankündigung der NOW GmbH entwickelt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein Pauschal-Förderprogramm für Flottenbetreiber und Arbeitgeber, dessen Veröffentlichung für 2021 geplant ist. Das Gesamtbudget soll 350 Millionen Euro betragen und die Förderung läuft nach dem Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Eine weitere Möglichkeit ist das Förderprogramm der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) „Ladeinfrastruktur vor Ort“. Diese Förderung läuft bereits seit April 2021 und ebenfalls nach dem Windhundprinzip. Die Antragsfrist dafür endet am 31.12.2021.  Förderberechtigt sind u.a. kleine und mittlere Unternehmen, die in den letzten drei Jahren weniger als 200.000 Euro staatliche Beihilfen erhalten haben. Die Förderhöhe ist dabei abhängig von den Bereitstellungszeiten der Ladeinfrastruktur und beträgt maximal 80 Prozent – wenn die Ladestation rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung steht. Bei der Antragstellung für Unternehmen bietet die „wito“ in Ilsede Hilfe an.

Foto: scharfsinn86 / 123rf.com