Ökobilanz unter der Lupe: Benziner versus E-Mobil – wer schneidet besser ab?

Die Mobilitätswende ist der Schlüssel zu mehr Klimaschutz. Rund 30 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf den Verkehrssektor. Elektrofahrzeuge bieten die Chance, die klimaschädliche Emissionen durch fossile Kraftstoffe zu begrenzen. Trotzdem gibt es berechtigte Fragen zur Ökobilanz von E-Autos. Sind sie wirklich umweltfreundlicher als Benziner? Die Antwort ist komplex – deshalb liefern die Stadtwerke Peine hier die wichtigsten Fakten, die man kennen sollte.

Unstrittig ist eins: Elektroautos sind emissionslos unterwegs. Hier haben sie einen klaren Vorteil gegenüber Diesel-Fahrzeugen und Benzinern, die pro Kilometer zwischen 100 und 140 Gramm CO2 in die Luft pusten. In der Herstellung aber gibt es an Elektroautos reichlich Kritik: der Abbau seltener Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt sowie ein hoher Energie- und Wasserverbrauch bei der Produktion der Akkus. Beides sind wichtige Punkte, die man genauer betrachten sollte. So ist es richtig, dass der Abbau seltener Rohstoffe die Klimabilanz von E-Autos zunächst verschlechtert. Hierfür gibt es aber Lösungen: E-Autos können nach ihrem Lebenszyklus recycelt werden. Das könnte schon jetzt bis zu einem Drittel der CO2-Emissionen vermeiden und wichtige Rohstoffe einsparen.

Bei den Akkus gilt: Je länger die Lebensdauer, desto besser die Ökobilanz. Die Herstellung ist tatsächlich sehr energieintensiv, aber schon jetzt halten viele Akkus bis zu 100.000 Kilometer und länger. Die Weiterentwicklung ist hier rasant, und die längere Haltbarkeit wirkt sich positiv auf die Ökobilanz aus.

Ein wichtiger Punkt der Kritiker ist auch der Strom an sich: Ist das, was aus der Wallbox kommt, wirklich umweltfreundlich? Idealerweise ja, denn Elektromotoren können mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden und sind damit im Betrieb CO2-neutral. Verbraucher können beispielsweise Strom aus der eigenen PV-Anlage laden und/oder Ökostrom der Stadtwerke Peine oder Gemeindewerke Peiner Land beziehen. Und noch ein Pluspunkt in Sachen Kosten: Elektromotoren sind nicht nur geräusch-, sondern auch wartungsarm und damit im Betrieb günstiger als Autos mit Verbrennungsmotor.

Aktuelle Ergebnisse des ADAC und des Umweltbundesamts lassen darauf schließen, dass E-Fahrzeuge teilweise schon heute eine bessere Ökobilanz aufweisen können als herkömmliche Pkw. Mit zunehmender Fahrleistung und Lebenszeit lohnen sie sich für Geldbeutel und Umwelt immer mehr. Gerade für kurze Strecken im Stadtverkehr eignen sich E-Autos als wahre Umweltschoner: Sie verringern die Feinstaubbelastung in Ballungszentren und Innenstädten und verbessern die Luftqualität – autofreie Zonen für Verbrennungsfahrzeuge sind hier schon bald denkbar. Nicht zuletzt zählt beim E-Auto aber auch der Fahrspaß, der durch hohe Drehmomente und eine hervorragende Beschleunigung garantiert ist.

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