E-Autos zu Hause laden: Peiner Experten erklären, wie es funktioniert

Mit einer Wallbox lässt sich ein E-Auto einfach und bequem zu Hause aufladen. Wie genau das geht und was unbedingt zu beachten ist, erklären Christian und Torben Hagen von Hagen Energiesysteme aus Peine.

Mit der Initiative „pe-mobil“ der Stadtwerke soll die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Peine ausgeweitet werden. Wer ein E-Auto besitzt, kann dieses auch ganz einfach zu Hause mit Strom aufladen – idealerweise mit einer sogenannten Wallbox. Was dabei zu beachten ist, erklären die Brüder Christian und Torben Hagen, Geschäftsführer der Peiner Firma Hagen GmbH – Energiesysteme.

Das Unternehmen Hagen GmbH ist schon seit mehreren Jahren im Bereich gewerblichen Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz tätig. „Nachhaltigkeit ist bei uns ein ganz großes Thema“, sagt Christian Hagen. Zum Beispiel gehören zum Fuhrpark E-Autos, mittlerweile sind es 17 Stück. Dadurch sammelten Hagens mit der Zeit umfangreiche Erfahrung im Bereich der E-Mobilität, die sie bei Bedarf als Tipps an ihre Kunden weitergaben. „Schließlich dachten wir uns: Warum bieten wir so eine Technik nicht einfach selber an?“, sagt Torben Hagen. So entwickelte sich der Geschäftsbereich Hagen GmbH – Energiesysteme.

Eine Wallbox leistet deutlich mehr als ein einfaches Bord-Ladekabel

Aktuell sei es günstiger, einfacher und komfortabler, sein E-Auto daheim aufzuladen, als an einer öffentlichen Ladestation, schildern die beiden Brüder. Aber was genau tut solch eine Wallbox zu Hause? „Sie kommuniziert sozusagen mit der Elektronik im Fahrzeug“, erklärt Christian Hagen. Eine Wallbox mit entsprechender Elektroinstallation sei so ausgelegt, dass ein Ladevorgang dauerhaft, schneller und sicher durchgeführt wird. Ein normales Bord-Ladekabel könne das Fahrzeug auch laden, jedoch kenne ein mobiles Ladegerät nicht die Leistungsabgabe der Steckdose, ergänzt Torben Hagen.

Die Brüder Torben (l.) und Christian Hagen mit den Wallboxen, die die Firma Hagen Energiesysteme im Sortiment hat. Quelle: Dennis Nobbe

Seit vergangenem Jahr bietet Hagen GmbH – Energiesysteme drei verschiedene Typen von Wallboxen an – alle sind ungefähr so groß wie ein herkömmlicher Router und werden, wie der Name schon sagt, daheim an der Wand angebracht. Auch die Montage mit Ständer und Fundament ist möglich. Das sollte unbedingt ein Experte übernehmen, betont Christian Hagen, denn nicht immer sei die augenscheinlich beste Stelle für eine Wallbox auch eine geeignete. „Sicherheit spielt hier eine große Rolle. Es ist halt keine einfache Steckdose, sondern eine Tankstelle für E-Fahrzeuge“, sagt Torben Hagen. Den Service der Installation übernimmt Hagen GmbH – Energiesysteme auf Wunsch auch.

Mit etwa 1200 bis 1600 Euro schlägt eine Wallbox bei Hagen Energiesysteme zu Buche – allerdings fördere der Bund die Installation im privaten Bereich mit 900 Euro pro Wallbox, erklärt Torben Hagen. Dies gelte gleichermaßen für Hauseigentümer, Mieter und Vermieter.

Eine Aufladung dauert drei bis sieben Stunden

Auch wenn man weite Strecken wie etwa 400 Kilometer pro Tag fährt, komme man mit der Ladegeschwindigkeit problemlos zurecht, schildert Christian Hagen. Drei bis sieben Stunden dauere ein Ladevorgang, also könne man das Fahrzeug ganz einfach über Nacht an die Wallbox anschließen. Neben der Umweltfreundlichkeit gebe es bei Elektro-Autos noch einen weiteren großen Vorteil, sagt Christian Hagen: „Im Schnitt ist Strom als Antrieb wesentlich günstiger als Benzin.“

Allerdings gebe es noch Verbesserungsbedarf bei der Nutzerfreundlichkeit der öffentlichen Ladesäulen in Deutschland, sind sich die beiden Brüder einig. Bislang gebe es unterschiedliche Abrechnungssysteme, Anmeldungen an den Säulen sowie Apps, die alle für das Laden nötig sind. Das würde viele potenzielle E-Auto-Käufer abschrecken. „Für uns sind die öffentlichen Ladestation jedoch gar nicht notwendig. Unsere Ladevorgänge finden zu 90 Prozent im privaten Haushalt oder an der Arbeitsstelle statt“, sagt Christian Hagen.

Quelle: Dennis Nobbe, Peiner Allgemeine Zeitung